Atem der Erde

Nr. 59, 2026, 80×80 cm, Spachteltechnik auf Leinwand mit Sumpfkalk, Marmormehl, Asche und Tusche.

Kühle Grautöne, durchzogen von sanften Schatten und feinen Aufhellungen, legen sich übereinander wie Nebel über Stein – ein stiller Atemzug der Erde. Die Oberfläche ist rau, tastend, voller leiser Spuren – als hätte die Zeit selbst hier mit den Fingern geschrieben. Risse und Erhebungen erinnern an Gestein, an eine Landschaft kurz vor dem Erwachen oder lange nach dem Sturm. Nichts drängt sich in den Vordergrund, alles bleibt zurückgenommen, fast flüsternd. Das Kunstwerk trägt eine tiefe Ruhe in sich. Es erzählt von Beständigkeit, von Geduld, von dem, was bleibt, wenn Bewegung zur Stille wird. Ein Raum zum Innehalten – klar, erdig, und von einer stillen Kraft durchzogen.