Innere Glut

Nr. 60, 2026, 80×80 cm, Mixed Media auf Leinwand mit Sumpfkalk, Marmormehl und Antiktusche

Wie eine aufgeraute Erinnerung liegt die Farbe auf der Leinwand. Schichten von Rostrot, dunklem Wein und erdiger Glut schieben sich übereinander, als hätten Zeit und Wetter hier ihre Spuren hinterlassen.
Die Oberfläche ist verletzt und zugleich zärtlich – Risse, Kratzer, Erhebungen, die nicht zerstören, sondern erzählen.
Ein warmes Leuchten zieht sich diagonal durch das Bild, wie ein inneres Feuer, das unter Asche weiteratmet. Darüber liegt Stille.
Keine klare Form, kein Halt – nur Bewegung, die langsam geworden ist.
Wie ein Fragment einer Landschaft oder wie ein Blick nach innen: roh, ehrlich, ungeschönt. Das Werk lädt nicht zum schnellen Sehen ein, sondern zum Verweilen, zum Spüren dessen, was zwischen den Schichten verborgen bleibt.